Der USA-Blog - Tag 3

„Pizza, Burger, Kartoffelbrei“

Veröffentlicht am 28. März 2012 von Gastautor
Kategorien: Klassenfahrt, Kultur & Freizeit, Schule
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Hallo Leute, wie geht es euch in Deutschland? Wir haben gehört, es soll bald schneien… HAHAHA!
Die meisten von uns haben sich schon akklimatisiert und eingelebt, obwohl das Time-shifting dem ein oder anderen noch zu schaffen macht. Aber das bekommen wir doch locker hin. Hoffentlich!
Kommen wir zum Eingemachten: An unserem vierten Tag hier in Logan hatten wir unseren zweiten richtigen Schultag und einige von uns haben bereits Kurse getauscht. Ihr müsst wissen, die Schule hier ist riesig und einfach nur komplett different. Beschreiben wir es mal so: Bei einigen normal zu sein scheint es, Füße auf dem Tisch, I-Pod, Handy, Musik hören, Konversation treiben, laut sein, rein rufen und mitten im Unterricht einfach raus gehen, ohne etwas zu sagen… kann alles mal vorkommen – Was haltet ihr davon? Um es kurz zu sagen: Das mag sich vielleicht zunächst super toll anhören, aber das hat negative Auswirkungen auf das Lernniveau. Das will man nicht wirklich.

Merkwürdigerweise gibt es hier fast jeden Tag dasselbe zu Essen in der Cafeteria/Mensa: Pizza, Burger, Kartoffelbrei oder Chips und „Salat“. Man kann es essen, aber ob es alles so gesund ist, lassen wir mal dahin gestellt.

Am Mittwoch ist in der Schule ein besonderer Tag. Erstens: Die Schule fängt eine Stunde später an, also um 8:55 und zweitens findet davor ein Gottesdienst statt. Tim Kr. und Matthias können dazu mehr sagen, denn ihnen wurde die Ehre zu teil, daran teilzunehmen: Die Predigt dauert länger als in Deutschland, ca. eine 3\4 Stunde. Der Prediger erzählte viel aus seinem eigenen Leben und wie er zum heiligen Geist gekommen ist, dabei ist er sogar fast in Tränen ausgebrochen. Für die, die darauf „gepolt“ sind, war es herzzerreißend (aber auch leicht ironisch/übertrieben für alle anderen)! Danach haben noch zwei Mädchen etwas vorgesungen, aber dann war es auch schon fast zu Ende. Interessant ist die Sitzordnung, denn einige der Anwesenden saßen hinter dem Rednerpult. Wir haben nachgefragt und anscheinend gibt es so eine Art Hierarchie.

Kommen wir zum Höhepunkt des Tages: Das Willkommens-Dinner! Es fand in einem Gemeindehaus der Mormonen in Logan statt. Deutsche und Amerikaner bauten alles zusammen auf und dekorierten es in den Nationalfarben. Es wurden fleißig Fotos von den Gastschülern und ihren Familien gemacht, wobei lustige Bilder zustande kamen.

Die exchange students mussten vor dem Essen ihre Gastfamilie vorstellen und Mr. Mudrow hielt eine kleine Rede. Dabei vergaßen manche die Namen ihrer Familienmitglieder. Und dann wurde geschlemmt! Von amerikanischen Spezialitäten bis zu bekannten Gerichten war alles vertreten. Ein Highlight war dann noch der chocolate Fontaine.

Nach dem Dinner trafen sich manche noch auf einem Hügel und spielten allerlei uns unbekannte Spiele. Beschreiben wir es mal so: Es gibt zwei Teams, die sich an den Händen halten und eine Kette bilden. Dann wird einer aus dem jeweiligen Team ausgesucht, der durch die gegnerische Kette rennen muss.
Durchbricht er diese, darf er einen aus dem Team mit in sein Team nehmen (welchen Sinn das hat, wissen wir nicht). Und wenn er verliert, dann verbleibt er in seinem gegnerischen Team.

Es gab noch ein anderes Game. Man reibt sich die Hände, springt weg und macht eine komische Figur (?) und friert ein…
Einer durfte nun eine einzige Bewegung ausführen um auf die Hände eines anderen zu klatschen, dieser durfte eine Ausweichbewegung machen… Es war irgendwie befremdlich!
Vielleicht sollten wir dies auch mal in Deutschland einführen?!

Viel Spaß noch bei den letzten Tagen in der Schule und wunderschöne Ferien. Wir verabschieden uns ja dann bald nach San Francisco!

See ya,
Noelle, Tim Kr., Sarah

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