Schüler auf den Pisten von Steibis: Ski-Exkursion der OIIIb ein voller Erfolg

Tiefschneesprünge und Schlammbäder

Veröffentlicht am 27. Mai 2013 von Gastautor
Kategorien: Klassenfahrt, Kultur & Freizeit, Schule

Vom 18.3-23.32013 unternahmen wir, die Klasse 9b vom Friedrichs-Gymnasium Herford, unsere Abschlussfahrt nach Steibis (in Bayern) zum Skifahren. Um kurz vor sechs Uhr morgens trafen wir uns alle am Theaterplatz in Herford, verabschiedeten uns von unseren Eltern und machten uns, gemeinsam mit unserem Klassenlehrer Herrn Krahn, Frau Günther und Herrn Schreck (Herr Bocker wartete bereits in Steibis auf uns), auf die neunstündige Fahrt mit unserem Bus.

Ich glaube, wir alle vermissen Steibis sehr. Das war eine Klassenfahrt, die schwer zu toppen ist.

Simone Rau (Schülerin OIIIb)

Hütte direkt auf der Piste

Trotz der frühen Morgenstunden herrschte im Bus sehr gute Stimmung, denn jeder freute sich auf die folgende gemeinsame Woche. In Steibis angekommen, konnten sich die meisten ihre Skiausrüstung ausleihen (manche hatten die eigene Ausrüstung schon mitgenommen) und wir fuhren mit der Gondel nach oben zum Berg. Übrigens stand unsere Unterkunft, das Gasthaus ‚Vordere Fluh‘, eine sehr gemütliche Berghütte, praktischerweise mitten auf der Piste, so dass wir nur aus den Betten kommen mussten, uns anziehen und gleich auf die Piste fahren konnten. Das Essen in der Hütte war immer sehr gut, nicht das klassische Jugendherbergsessen, das ja nicht unbedingt jedermanns Sache ist…

Anschließend wurden die ersten Referate gehalten. Danach hatten wir bis 22:00 Uhr Freizeit, die wir hauptsächlich mit Gemeinschaftsspielen genutzt haben (es gab immer eine Pokerrunde, einen Ligretto-Tisch mit sehr urigen Karten,…), in der wir uns aber auch auf unseren Zimmern ausruhen konnten.

Es geht ans Eingemachte

Am zweiten Tag gab es von 8:00-9:00 ein ausgiebiges Frühstück und dann ging es auf die Piste. Wir wurden in vier Gruppen eingeteilt (egal, ob man Skifahren konnte, oder nicht), mit denen wir vier Stationen (eine Station pro Lehrer) durchfahren/durchlaufen haben. Dabei wurden die Grundkenntnisse, wie Skier anziehen, das Gleichgewicht finden, etc. gelehrt oder aufgefrischt. Anschließend ging es ans Eingemachte: Jeder musste eine kurze Strecke vorfahren, um zu zeigen, ob, oder wie gut er oder sie fahren kann. Teilweise ging es dabei wirklich spektakulär zu, aber alle haben den kleinen Parcour irgendwie geschafft. Danach wurden wir in vier könnensorientierte Gruppen eingeteilt, 1-4. Wenn man schnell gelernt hat, konnte man in die nächste Gruppe aufsteigen.

Um 15:30 war dann Schluss, die Lifte schlossen um 16:00. Vor dem Abendessen machten ein paar den Vorschlag, noch eine kleine Wanderung zu unternehmen, und gemeinsam mit drei Lehren zogen ein paar Schüler (mich eingeschlossen) los. Oh, und natürlich dem Hüttenhund, Franzi alias Bernhard. Wir hatten viel Spaß, konnten die Landschaft bewundern, sind Hügel runtergerollt… wir hätten gerne mehr Zeit gehabt, mussten aber wegen des Abendessens umkehren.

Abschlussschirts und Muskelkater

Der dritte Tag startete bei manchen mit ein bisschen Muskelkater, wir hatten aber zum Glück (die ganze Klassenfahrt über) nichts Schlimmeres zu beklagen. Den Tag über fuhren wir wieder in unseren Gruppen Ski, am Abend kamen unsere Abschlussshirts an der Berghütte an und wurden natürlich sofort verteilt und angezogen. Nach den letzten Referaten startete ein weiteres Highlight der Klassenfahrt: Die Nachtwanderung. Eine andere Hütte hatte extra für uns geöffnet und bei sehr hellem Mondschein wanderten wir über die Pisten. Besonders toll war, dass die Liftstrecken durch das ständige Fahren am Tag sehr glatt geworden waren und sich perfekt zum Rutschen eigneten.

Herr Krahn opfert sich

Wie an den Tagen zuvor spielte auch am vierten Tag das Wetter mit, außerdem waren die ganze Zeit sehr wenig andere Skifahrer auf den Pisten, so dass wir sehr viel Platz für uns hatten. Ich könnte jetzt allein aus meiner Gruppe unsere Erlebnisse berichten, und ich fürchte, die Berichte aller Gruppen würden wahrscheinlich ein ganzes Buch füllen. Hier ein paar Beispiele: Wir machten einen Liegestützwettbewerb, nahmen ein nicht ganz gewolltes Schlammbad, zeigen gewagte Tiefschneesprünge und schenkten einem Liftwirt Schokolade.

Am Ende des vierten Tages gab es wieder eine freiwillige Wanderung. Wir kamen aber nicht weit, da der Wirt plötzlich mit „Rutschdingern“ (löffelartigen Plastiksitzen, auf die man sich setzen konnte, die Füße aber hochheben musste) vor uns stand. Wir fuhren hinter dem Haus, auf einem kleinen Abhang, ein paar sehr gute Rodelstrecken platt. Der perfekte Abschluss für die Klassenfahrt und eine wirkliches Highlight. Wir hatten sofort festgestellt, dass wir schneller voran kamen, wenn wir alle zusammen aneinandergeklammert, hintereinander rutschten. Herr Krahn hat sich „geopfert“, immer vorne zu sitzen (der vorderste bekam immer eine ordentliche Ladung Schnee ins Gesicht).

Die letzte Abfahrt

Am letzten Tag herrschte beim Frühstück eine etwas gedrückte Stimmung. Unser Gepäck wurde schon ins Tal gebracht und wir konnten noch bis zum Mittag Skifahren. Um ca. halb vier machten alle Gruppen die letzte Talabfahrt, wo bereits unser Bus wartete. In Joggingklamotten begann die neunstündige Rückfahrt. Am Samstag kamen wir um halb ein Uhr morgens wieder am Theater in Herford an und hatten unseren Eltern viel zu erzählen. Ich glaube, wir alle vermissen Steibis sehr. Das war eine Klassenfahrt, die schwer zu toppen ist.

Ein Riesendankeschön an Conny und Stefan Meisburger (die Besitzer unseres Gasthauses „Vordere Fluh“), Herrn Bocker, Frau Günther, Herrn Schreck und ganz besonders an unseren Klassenlehrer Herrn Krahn und an unsere Schulleiterin Frau Host de Questas, die das erst möglich gemacht haben!

Geschrieben von Simone Rau

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