Klasse 6a schreibt Kriminalgeschichten

Wer ist der Mörder?

Veröffentlicht am 14. Juni 2011 von Gastautor
Kategorien: aus dem Unterricht, Schule
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Die Klasse 6a hat sich auf die Spuren von Henning Mankell, Agatha Christie und Alfred Hitchcock begeben und im Deutsch-Unterricht von Frau Bilic spannende Kriminal-Geschichten verfasst. Einen kleinen Vorgeschmack gibt es hier: Drei Kurz-Krimis warten auf Euch!

Mord an der Küste

von Jonas Fulton Lange, Leon Meißner, Brian Davis und Philip Opris (Krimi hoch vier)

,,Wir konnten die Leiche leider noch nicht identifizieren, da sie keinen Ausweis dabei hatte.“

An einem Samstag saß Sir Dave White in seiner Wohnung, als plötzlich sein Telefon klingelte. Er stand auf, nahm ab und hörte die Stimme seines Auftraggebers, dem Kommissar von London: ,,Dave, Du musst sofort zum Strand kommen, es gibt einen neuen Auftrag für Dich.“ Sir White stieg in seinen Rolls Royce und sein Chauffeur fuhr ihn zum Strand. Dort sah er den großen von der Polizei abgesperrten Bereich. Er ging zu den Polizisten und den Gerichtsmedizinern, die die Leiche schon begutachteten. Der Kommissar kam mit einem Gerichtsmediziner auf den Detektiv zu und sagte: ,,Wir konnten die Leiche leider noch nicht identifizieren, da sie keinen Ausweis dabei hatte.“ White nickte und wandte sich an den Gerichtsmediziner: „Wie ist die Person umgekommen?“ Der Mediziner antwortete: ,,Kommen Sie und sehen Sie selbst.“ Sir White folgte ihm und sah eine bleiche Person im Sand liegen. Um das Opfer herum standen mehrere kleine Schilder mit Nummern, die die Fundstellen von Spuren markierten. „Der ist ja übersät von blauen Flecken, das sieht ganz nach Schlägerei aus! Außerdem hat er noch eine Schussverletzung!“ Nach kurzer Bedenkzeit sagte der Detektiv: „Ich übernehme den Fall.“ Er stieg wieder in seinen Wagen und atmete tief durch.

Auf einmal klingelte das Telefon. Und als White das Gespräch annahm, hörte er eine mysteriöse Stimme: „Fahren sie zur Manchester Street 615!“ ,,Hallo? Hallo? Wer ist da? Antworten Sie! Mist aufgelegt“, sagte er zu seinem Chauffeur. ,,Fahren Sie bitte sofort zur Manchester Street 615, James!“ ,,Sehr wohl Sir, natürlich Sir!“, antwortete James vornehm. Nach 15 Minuten waren sie in der Straße. Der Detektiv stieg aus und klopfte an die Tür von Haus Nr. 615. Niemand antwortete. Er klopfte noch einmal, diesmal aber kam eine große Gestalt an die Tür. Als die Gestalt die Tür öffnete, blaffte ihn ein Mann an: „Was wollen…hicks… wollen sie von mir?“ „Puh, oh Mann, der stinkt ja total nach Alkohol“, dachte White. Er stellte sich dem Mann vor und fügte im Anschluss hinzu: ,,Darf ich Ihnen ein paar Fragen stellen?“ ,,Ja, ja kommen Sie rein“, sagte der halbbetrunkene Mann. In dem Haus war es sehr unaufgeräumt und stickig. „Wo waren Sie gestern zwischen 9 und 12 Uhr?“, fragte der Detektiv den Unbekannten, der sich als Callom Rorrington vorstellte. ,,Ich war mit einem guten Kumpel von mir in dem Pub an der Küste.“ „Sie meinen den DRUNKEN FISH?“ ,, Genau…hicks…da war ich.“ „Und ihr Freund, wo ist der später hin?“, fragte White. ,, Hmm“ überlegte Rorrington, ,,keine Ahnung wo der hin ist. Das letzte Mal als ich Jacob sah, waren wir auf dem Steg und hatten einen kleinen Streit. Dann plötzlich…hicks…war alles schwarz.“ ,,Hmm ja okay. Können Sie mir noch…oh mein Handy klingelt, warten Sie bitte mal kurz!“ ,,Hallo, Dave White, Privatdetektiv, am Apparat. Oh, hallo Herr Kommissar, mir geht’s gut, danke…was, sie haben die Leiche identifizieren können, das ist super, wer ist es? Aha…danke Sir, einen schönen Abend noch.“ Der Detektiv legte auf. ,,Wer war denn das?“ fragte Rorrington. ,,Der Kommissar, sagen Sie, wie hieß Ihr Freund noch gleich?“ „Jacob McCurtis, warum fragen Sie?“ ,,Es tut mir Leid, ihnen sagen zu müssen, dass ihr Freund tot ist. Und noch eine schlechte Nachricht, ich muss Sie leider festnehmen, da sie als Hauptverdächtiger gelten.“ „Aber…hicks…wieso denn verdächtig?“, fragte Callom verwirrt und erschrocken. ,,Na ja, erstens sind, bzw. waren sie betrunken, zweitens war außer ihnen und Jacob niemand dort und drittens haben Sie sich mit dem Opfer vorher gestritten“, antwortete White und legte dem total verwirrten Rorrington Handschellen an und führte ihn ab.

„Kennen Sie diese Waffe?“

Fünf Stunden später saßen Sir White, der Kommissar und Callom Rorrington im Vernehmungszimmer zwei von Scotland Yard. Auf dem Tisch lag, in einem durchsichtigen Beweismittelbeutel verpackt ein kleiner Smith&Wesson-Revolver. Rorrington sah immer noch zerknittert aus, war aber jetzt nüchtern. „Kennen Sie diese Waffe?“, fragte Sir White ihn. ,,Nie gesehen“, antwortete er. „Damit wurde Ihr Freund erschossen!“, mischte sich der Kommissar ein. Rorrington schluckte: „Der arme Jacob. Trotzdem habe ich diese Knarre noch nie gesehen.“ „Erstaunlicherweise haben wir diese Waffe in Ihrem Auto gefunden!“, blaffte der Kommissar. Der Verdächtige wurde bleich. „Ich kann mich an nichts erinnern, ehrlich,“ sagte er. ,,Ich weiß noch, dass wir was trinken gegangen sind und danach…Filmriss!“ Sir White schaltete sich ins Gespräch ein: „Interessant! Wir haben in Ihrem Blut Spuren von Drogen gefunden. Ihrem Freund sind K.O.-Tropfen verabreicht worden.“ „Ich nehme keine Drogen!“ zischte Rorrington wütend. „Schnaps und Bier, das ist alles. Fragen Sie meine Ex-Frau, die arbeitet im DRUNKEN FISCH.“ „Das werden wir tun“, erwiderte der Detektiv.

Eine Stunde später saß Sir White am Tresen des DRUNKEN FISH. Ihm gegenüber lehnte Mary Jackson und polierte Gläser. ,,Klar waren die beiden hier“, sagte sie. „Die haben sich volllaufen lassen, wie so oft. Deshalb hab ich mich ja von dem Schwein getrennt!“ „Interessant! Ist Ihnen etwas besonderes aufgefallen?“, fragte Sir White. ,,Nö, nix!“, erwiderte die Kellnerin, während sie sich eine Haarsträhne hinters Ohr strich. Sir Whites Blick wurde scharf: „Ich muss Sie bitten, mich aufs Präsidium zu begleiten. Wir brauchen Ihre Aussage schriftlich“, sagte er. Als beide den Pub verließen, bemerkte er: „Hübsche Ohrringe, die Sie da tragen!“

Stunden später saßen Sir White und der Kommissar wieder im Vernehmungszimmer, doch diesmal mit Mary Jackson. ,,Also, junge Dame…“, begann White: „Sie haben McCurtis umgebracht! Sie haben ihm und Ihrem Ex-Mann unauffällig Drogen in die Drinks getan und als beide bewusstlos waren, haben Sie McCurtis erschossen und die Waffe dann im Auto von Callom deponiert. Leugnen Sie nicht! Wir haben Ihre Fingerabdrücke auf der Tatwaffe gefunden.“ „Das kann nicht sein!“, entfuhr es Mary, ,,Ich hab sie…Ähh!“ ,,Abgewischt?“ bemerkte Sir White. ,,In der Tat, aber nur außen. Nachdem mir ein Fleck auf Ihrem Perlenohrring auffiel, habe ich die Techniker angewiesen, auf den Patronen, die noch in der Trommel des Revolvers steckten, zu suchen. Für mich sah der Fleck auf dem Ohrring wie Blut aus und ich dachte, wer einmal schlampig ist, dem unterlaufen sicher noch mehr Missgeschicke. Und richtig…McCurtis’ Blut auf Ihren Ohrring, ihre Fingerabdrücke auf den Hülsen. Ich weiß nur nicht, warum das Ganze?“

,,Ich weiß nur nicht, warum das Ganze?“

Mary Jackson sackte in sich zusammen, ,,Jetzt ist’s eh egal“, sagte sie traurig. ,,Ich habe die Typen gehasst. Callom, weil er mich für ’ne Flasche Bier verlassen hat und McCurtis, weil er ihn zum Trinken gebracht hat. Nachdem ich ihnen die Drogen in die Drinks gemischt und sie ein bisschen angestachelt hatte, sollte Callom seinen Freund erledigen. Damit McCurtis sich nicht wehren konnte bekam er K.O.-Tropfen und Callom eine andere Droge, die ihn hemmungslos aggressiv machen sollte. McCurtis wäre tot und Callom würde im Knast langsam verrotten für das, was er mir angetan hat. Leider ging mein Plan nicht auf, da beide zusammenbrachen, so musste ich nachhelfen“, gestand sie. ,,Okay Miss, dann können sie jetzt mit ihrem Ex-Mann die Zelle tauschen“, grinste der Kommissar.

Nachdem Mary Jackson abgeführt worden war, bedankte sich der Kommissar bei Sir Dave White: „Ohne Ihre Hilfe hätten wir den Fall nicht so schnell geklärt.“ ,,Mein Glück, dass ich so scharfe Augen habe und dass Mary vergessen hat, auch ihre Ohrringe zu säubern, als sie McCurtis’ Blut aus ihrem Gesicht wusch“, antwortete Sir White trocken. ,,Na dann bis zum nächsten Fall“ , verabschiedete er sich, ging und ließ sich von James nach Hause chauffieren.

ENDE


Vorhergesehen?

von Frauke Moerkerk, Niklas Irmer, Fabian Horst u. Fabian Schnitker
Dan MC. Fadel wohnt in einem kleinen Vorort von New York Namens „Skaya“. Dan schreckte öfters Nachts hoch und sah Dinge, die passieren werden, so auch in dieser Nacht.

Er sah seine Frau Julia und seine Kinder Jan und Jayn ,die bei einem Autounfall ums Leben kamen. Er sieht nicht immer alles was geschieht, und viele Dinge bleiben daher vor ihm verborgen, so auch bei diesem Unfall . Er hatte nie erfahren, was bei dem mysteriösen Unfall wirklich geschehen war, er hatte seine Familie danach nie wieder gesehen, außer in seinen Träumen.

An einem sonnigen Tag spazierte William van Taboo der Detektiv und Freund von Dan vor dessen Haus entlang.

Er sah ihn in seinem Garten sitzen und rief: “Sei gegrüßt mein Freund.“ Dan erwiderte : ,,William, Hallo, was machst du denn hier ? Komm setz dich zu mir !“

„Ach Dan weißt du ich bin hier und da, genau weiß man nie wo ich bin !“ „Nein mein Freund, das weiß man wirklich nicht.“ Beide setzten sich und sagten dabei kein Wort zueinander. Nach einer Weile des Schweigens fragte Dan :

„ Und William, was willst du nun wirklich hier ?“

„Ich wollte mir nur ein Eis mit Schokolade, Erdbeere und ….“, „William bleib jetzt bitte mal bei Tatsachen, und hör` endlich auf mit den Scherzen!“ „Dan, wer regt sich hier denn auf?“ Kurzer Moment der Stille – dann fangen beide an zu lachen.

„Du weißt ja, dass ich öfter diese Vorhersagen habe, und ja, diese Nacht war es eine von denen.“ Bevor Dan überhaupt weiter reden konnte, hörten sie einen lauten Schrei. Beide streckten sich und sagten: „Was war das oder wer war das?“ Es entstand ein hektisches Durcheinander, bis plötzlich Dan `s Nachbarin weinend vor Ihrem Gartenzaun zusammenbrach. „Frau Della Santa `le, was ist passiert?!“, schrie Dan auf. „Meine kleine Fergie, sie ist entführt worden!“ William, der Detektiv, fragte, ob sie etwas gesehen hätte.

Aber Frau Della Santa `le war zu durcheinander, um eine Antwort geben zu können. „Wir bringen Sie jetzt erst mal in ihr Haus, dort können Sie sich dann wieder beruhigen. Wir wissen, wie schlimm es für Sie ist. Wir kümmern uns um Fergie, ihr wird nichts passieren!“ Nachdem sie sich im Zimmer umgesehen hatten, bekam Dan plötzlich fürchterliche Kopfschmerzen.

„ Ich weiß jetzt was passiert ist! Wir müssen uns beeilen! Komm!“ William erwiderte verdadert : „Dan warte“ „Nein, wir dürfen keine Zeit verlieren, wir schaffen es sonst nicht. Ich habe genau diesen Traum gehabt. Genau das hier habe ich gesehen. Wir müssen in den Wald!“ Am Wald angekommen fing Dan an zu weinen : „Es wird so kommen , wie es kommen muss!“ „Dan, guck hier ist eine Blutspur! Was hat das alles zu bedeuten?“ „ Ach und Dan, warum hast du die ganze Zeit nichts gesagt?! Du hättest jeden Mord verhindern können und …. Ich brauche überhaupt nicht damit ankommen, ich weiß es bereits ganz genau …. Du kamst nie damit klar, dass deine Familie so leiden musste, nicht wahr?

Ich habe dich nämlich öfter beobachtet, weil mich so vieles beschäftigte und ich noch einiges herausfinden wollte, was mit dem schrecklichen Unfall zusammenhing.

Einmal habe ich durch das offene Fenster gehört, wie du im Schlaf immer wieder die Namen deiner Kinder gerufen hast. Du hast immer nur an deine Familie gedacht ,doch die anderen waren dir egal!“

Ein neuer Schrei. Dan guckte William mit ernsten Blicken an und sagte: „ William geh` du schon einmal vor und fang an zu suchen .

Ich verständige die Polizei.“ William zuckte mit den Schultern und ging weiter. Schnell zog Dan ein Messer aus seiner Tasche und rief: „Du hast es verdient!!!!“

Bevor William sich umdrehen konnte, steckte ihm ein Messer in der Schulter und er fiel zu Boden. Da rief Dan auch schon mit triumphierender Stimme: „Ach du Idiot, warum sollte ich denn die Polizei anrufen, alles, wirklich alles, war perfekt geplant.

Frau Della Santa `le hat das Unglück über mich gebracht. Sie hat damals als Krankenschwester im Krankenhaus gearbeitet und mir nicht erlaubt meine Familie zu sehen, weil sie so verstümmelt wären, aber sie wollte nur vertuschen, dass Sie Ihnen nicht geholfen hat und dafür werde ich sie bestrafen. Und jetzt wolltest du mir meinen ganzen Plan versauen! Ich hatte keine andere Wahl! Aber, da du jetzt tot bist, ist alles ganz einfach!“

Dan holte sein Handy aus seinem Auto und rief mit trauriger Stimme Frau Della Santa `le an : „Hallo! Ihr Kind hat es nicht geschafft. Ihr wurde die Kehle durchgeschnitten und das Blut floss in Strömen ihren Körper hinunter !“ Neben dem Schluchzen der armen Frau war am anderen Ende der Leitung plötzlich ein gedämpfter Schuss zu hören und der Auftragskiller Aple `de Scott übernahm den Hörer und sagte : „ Erledigt Boss, die fette Kuh ist tot!“ Dan : „ Gut gemacht Aple !“ „Was ist mit der kleinen niedlichen Fergie hast du ihr endlich den Kopf abgeschnitten Dan?“ ,fragte Aple.

„ Nein, sie ist noch im Wald, mit Kopf, Aple! Komm um drei Uhr in den Wald wir müssen uns die kleine Fergie noch vorknöpfen !“ „Joo Boss, bis gleich. Ich freue mich !“

Es war halb drei, als die gefesselte Fergie sich befreite. Während sie hilflos durch den Wald rannte, entdeckte sie William, den Detektiv. In Panik beugte sie sich über das Opfer. „William? Hallo? Kannst du mich hören ?” „Fergie ich bin O.K. ich hab nur so getan als ob ich tot wäre , zieh bitte das Messer aus meiner Schulter.“ Angsterfüllt tat das Mädchen, was ihr gesagt wurde. „Lass uns verschwinden, denn um drei Uhr kommt Dan mit Aple wieder um dich zu töten!“, befahl William.

 

Im nächsten Moment standen auch schon Dan und Aple vor ihnen. Fergie fing an zu weinen und Aple meinte verärgert: „Boss, warum hast du die Göre laufen lassen?“ „Aple, ich musste mich doch um William kümmern, sie muss sich selbst befreit haben .“

Jetzt wurde Aple böse: „Du lässt uns noch auffliegen, gib mir meinen Lohn! Ich habe meinen Auftrag erledigt! Los Geld her!“ Als Dan nicht sofort reagierte, zog er eine Waffe aus seiner Tasche und zielte damit auf Dan, der eingeschüchtert sagte: „Spinnst Du, was soll das? Wir müssen uns noch um die beiden kümmern!“

Während des Streits von Dan und Aple, gelang es William die Polizei zu informieren.

Plötzlich schallte ein Schuss durch den Wald, Dan sackte von einer Kugel getroffen zu Boden. Röchelnd verstarb er .

Jetzt drehte sich Aple mit eiskaltem Blick in Richtung Fergie um. Gleichzeitig kam auch schon die Polizei angeschlichen und versuchte ihn zu überwältigen. Doch es gelang ihm noch eine Kugel abzufeuern, die Fergie direkt ins Herz traf. Blutüberströmt fiel sie zu Boden. Jede Hilfe kam für sie zu spät.

Nachdem die Polizei den Täter überwältigt hatte, wurde er zur Todesstrafe verurteilt und bereits eine Woche später konnte das Urteil vollstreckt werden. Er starb auf dem elektrischen Stuhl.Ein halbes Jahr später spazierte William während seines Urlaubs an einem Spielplatz auf Hawai, entlang und sah zwei Kinder mit ihrer Muter. Er freute sich sie so glücklich zu sehen. Als er noch einmal genau hinsah, stockte ihm der Atem. „Julia, bist du es wirklich?“ Die Frau rief schnell ihre Kinder herbei und wollte fluchtartig verschwinden, aber William versperrte ihr den Weg. „Ja, ich bin es, ich brauch dir aber nichts erklären.“ „ Doch, du musst mir sehr viel erklären. Warum habt ihr den Unfall vorgetäuscht und hat eure Nachbarin dir geholfen?“ Julia fing an zu weinen: „Es sind so viele schreckliche Dinge passiert. Dan hat uns ständig unterdrückt und bevormundet, nichts konnten wir ihm Recht machen und als ich sagte, dass ich mich von ihm trennen wollte, hat er damit gedroht mich umzubringen. Der vorgetäuschte Unfall war die einzige Chance von ihm wegzukommen und ein neues Leben zu beginnen.“

William starrte in den Himmel und sagte: „Ich kann euch verstehen, aber jetzt mussten vier Menschen umsonst sterben.“

ENDE


Im Netz gefangen

Peter und Tatjana fuhren an einem regnerischen Sonntag zu Tatjanas Eltern zum Essen. Dort wollte Peter seinen zukünftigen Schwiegereltern erklären, dass er und Tatjana im kommenden Sommer heiraten wollen. Tatjana fing an, von ihrer Liebe zu Peter zu erzählen. Die Eltern waren sehr glücklich über die freudige Nachricht. Als sie fertig war, wollte der Vater den beiden auch eine Geschichte über eine andere Liebesbeziehung, die mehrere Opfer forderte, erzählen.

Es war an einem Freitagmittag. Dort saßen Tom und Anja in einem Strand-Cafe in ihrem Heimatort Boltenhagen. Die beiden hatten einen Chiwawa namens Lucie. Sie war das Allerheiligste für Tom und Anja. Lucie war ein sehr lieber und gehorsamer Hund. Tom und Anja verließen damals kurz das Cafe, um ein bisschen frische Luft zu schnuppern. In der Zeit wurde die kleine Lucie gestohlen. Der Dieb war ein sehr spezieller Seriendieb. Als Anja und Tom mitbekamen, dass Lucie fort war, waren sie total traurig!!! Sie sahen, dass an dem Platz ein Zettel lag, auf dem eine Adresse von einem sehr bekannten Chat sowie ein Chatname lag. Daraufhin fuhren die beiden sofort nach Hause, um ins Internet zu gehen.

Als sie Zuhause ankamen, machten sie ihren PC an und suchten über die Suchmaschine nach dem Chatroom. Zehn Minuten später hatten sie den Chatroom erfolgreich gefunden, dachten sie…

Leider war der Dieb nicht online. Tom blieb extra wach und wartete darauf, dass der Entführer online kam. Anja konnte vor Müdigkeit kaum die Augen offen halten und ging ins Bett. Eine Stunde später hatten sie Erfolg.

Peter und der Dieb chatteten. Peter fragte ihn, ob er etwas für ihn hätte. Dieser antwortete: „Was möchtest du denn?“ „Einen braunen Chiwawa“, erwiderte Tom. „Nee, so einen habe ich nicht“, schrieb der Mann zurück. Peter verstand, dass der Mann nicht der Entführer war. Er ging dann völlig geknickt sehr spät zu Bett.

Am nächsten Tag ging das Pärchen wieder online, in den Chatroom. Das Postfach blinkte, eine neue Nachricht. „2000 €, wenn euch der Chiwawa lieb ist.“

Absender: „Nutzer gelöscht“. Anja und Tom wussten aber nicht, wo die Geldübergabe stattfinden sollte. Da der Nutzer gelöscht wurde, konnten sie der Person nicht antworten, um die Frage zu stellen. Anja schlug vor, erst einmal zu frühstücken.

Tom holte die Post und die Zeitung aus dem Briefkasten. Einer der Briefe war auffallend schwer. Peter öffnete ihn aufgerecht und darin befanden sich ein Handy und ein
Drohbrief. Dort stand geschrieben:

„An Ständen gibt es kleine, süße Chiwawas, Bambusstraße, Ende, Geldübergabe. Weitere Anweisungen erhalten Sie über das Handy.“

P.S.: Wau, wau.

„Anja, schau mal, hier ist ein Drohbrief vom Erpresser!“, rief Tom.

Kurze Zeit später klingelte das Handy und Tom ging dran. Eine Computerstimme sagte ihm: „In 30 Min. an der Bambusstraße, keine Polizei, sonst ist der Chiwawa tot!“

Anja und Tom sprangen ins Auto, um die 2000 € von der Bank abzuholen. Sie fuhren zum Hafen, um dort weiter mit dem Boot zu fahren. Ein alter Fischer hatte sich bereiterklärt, das Paar hinunter zu fahren. Das Fischerboot war nicht sonderlich groß, jedoch fand jeder einen Platz. Auf der Insel mussten sie vom Bootsanleger nur eine Straße weitergehen. Als sie angekommen waren, stand auf der Straße ein Mülleimer. Sie eilten dorthin.

Im Mülleimer lag ein Zettel: „Geld!“ Sie legten das Geld hinein und gingen 5 Meter an die Seite. Kurze Zeit später kam der Müllwagen um den Mülleimer abzuholen.

Anja und Tom wollten den Fahrer des Müllwagens noch abhalten, doch dieser war zu schnell. Sie konnten sehen, dass jemand aus dem Müllauto sprang und etwas auf dem Arm hatte.

Anja und Tom sprangen in ein Taxi und fuhren dem Mann hinterher. Der Mann führte sie bis an den Hafen. Dort war keine Spur mehr von ihm zu sehen. In der Zeit, in der Tom und Anja den Mann suchten, zog sich der Mann eine Tauchausrüstung auf der öffentlichen Toilette an. 10 Minuten später sah Tom, dass ein Mann mit einem Koffer im Meer schwamm.

„Wenn das nicht der Täte ist?!“, sagte Tom zu Anja. „Aber wo ist dann Lucie?“, fragte Anja. Gott sei Dank sah Tom dann den Fischer, der sie hingefahren hatte. Sie sprangen an Bord des alten Kahnes und ließen den Motor an, um hinter dem Taucher hinterherzufahren. Da kam dem Fischer eine Idee. Er wollte den Täter mit seinem Fischernetz einfangen. Tom und Anja fanden die Idee sehr gut.

Kurze Zeit später zappelte der Täter im Netz. Der Fischer holte den Dieb aus dem Wasser. Während dieser Zeit rief Tom die Wasserpolizei an. Als der Schuft an Bord war, nahm er ein Messer aus seinem Koffer und ging damit auf den Fischer los. Er stach wild auf ihn ein und ein Stich ging direkt ins Herz.

Der Fischer war auf der Stelle tot.

Anja konnte ihren Augen nicht trauen, dass ihr alter Freund tot war. Tom schlug dem Mann das Messer aus der Hand und überwältigte ihn. Dann hielten Anja und Tom den Mörder solange fest, bis die Polizei eintraf. Diese nahm den Mann mit aufs Revier.

Tom und Anja fuhren auch mit der Polizei mit, da sie ja selber keinen Bootsführerschein hatte. Das Paar traf ca. 10 Min. später wieder Zuhause ein. Die Beiden waren auf der einen Seite glücklich, dass der Täter jetzt gefasst war, aber andererseits zutiefst traurig, denn ihr guter, alter Bekannter war ermordet worden und ihre Lucie war auch noch verschwunden.

Auf einmal hörte Tom ein lautes, hohes Kläffen im Haus. Tom kannte dieses Bellen sehr gut! Er rief: „Anja, ich höre das Bellen von Lucie. Lass uns sofort auf die Suche gehen.“ „Ja, los Tom, wir müssen uns beeilen!“, rief Anja zurück.

Anja und Tom machten sich sofort auf die Suche nach Lucie. Sie folgten dem Bellen und kamen in den 2. Stock. Das Bellen kam aus einer Wohnung, die schon sehr lange leer gestanden hatte.

Anja rief von ihrem Handy aus die Polizei an, dass sie kommen sollten. Sie traf wenige Minuten nach dem Anruf ein. Die Polizisten brachen die Tür der Wohnung auf und die kleine Lucie lief sofort zu Tom und Anja.Das Paar war überglücklich, dass ihre kleine Lucie gesund und munter wieder da war.

Ein halbes Jahr später war die Gerichtsverhandlung von dem Täter. Er wurde wegen Mord und Entführung zu lebenslanger Haft im Gefängnis verurteilt.

*