Wild, Wild West! – Teil 1 (Bericht 14)

Veröffentlicht am 1. April 2015 von Gastautor
Kategorien: Klassenfahrt, Schule

Ein erneutes Hallo an alle in Deutschland – und natürlich auch an unsere Blog-Fans in aller Welt. 😉

Ganz früh am Dienstag sind wir in den Süden Utahs aufgebrochen, um uns dort Bryce Canyon und Zion Nationalpark anzuschauen. Beide Nationalparks bieten Wild-West-Atmosphäre pur, und die roten Sandsteinformationen sind schon sehr beeindruckend.

Es ging also um 5 Uhr morgens los, schnell noch den letzten Gastfamilien auf Wiedersehen gesagt – denn unsere Zeit in Logan ist nun leider vorbei. Fünf bis sechs Stunden Autofahrt, die die Schüler nach dem frühen Aufstehen weitgehend verschlafen haben. Mit kleinen Zwischenstops zum Auftanken und Nahrungsmittel beschaffen ging es ohne Probleme bis zum Bryce Canyon.

Dort wollten wir gerne am Sunsetpoint, einem der beliebtesten Aussichts- und Wanderungsstartpunkte halten – das erwies sich aber als recht schwierig, denn so ein großer 15-sitziger Van (siehe unten) passt halt nicht einfach mal so zwischen andere Autots, so dass wir ca. 10 Runden im Kreis gedreht haben, bis endlich eine Parklücke für uns frei war.

DSC_0542

Als wir dann endlich parken konnten, hieß es erstmal: Schuhe mit Profilsohlen anziehen!!! Denn es ist zwar keine echte Wanderung, die wir unternommen haben, aber sicher ist sicher.

IMG_5662

Zunächst einmal genossen wir die Aussicht, denn außer Frau Bromund war keiner der Austauschteilnehmer schon je am Bryce Canyon. Hier ein paar Eindrücke, was sich unseren Augen so geboten hat:

IMG_5664 IMG_5665

IMG_5676

Diese Auswaschungen im Sandstein nennen sich „Hoodoos“ und sind in der indianischen Mythologie einmal Menschen/Naturwesen gewesen. Die tiefe Schlucht des Bryce Canyons ist durch das Wegspülen des Gesteins durch Wassereinwirkung entstanden, so dass auch tief im Canyon noch kleinere Baumansammlungen u.ä. zu finden sind, da es dort bis heute noch Wasser gibt.

Natürlich gibt es auch besondere Felsformationen, die auch besondere Namen haben. Hier zwei Beispiele:

DSC_0584

Der etwas größere Fels, der in etwa in der Bildmitte beginnt, nennt sich „Thor’s Hammer“.

IMG_5706

Der obere, helle Teil des Felsens nahe der Bildmitte heißt „Queen Victoria“, da er an Darstellungen und Abbildungen der damaligen englischen Königin im vollen Staatsgewand erinnert (sie steht im Profil zum Betrachter und schaut nach links).

Allerdings trennten sich an dieser Stelle die Wege der Reiseteilnehmer. Warum?

Nun, Frau Knop, Isabelle, Louisa und Till entschieden sich, den abwärtsführenden Pfad zu nehmen, und sich einmal bis auf den „Grund“ des Bryce Canyon zu wagen; Frau Bromund blieb mit den anderen drei Schülern auf dem „Rim Trail“ am oberen Rand entlang, da Tobi sich leider noch am Montag in Logan eine leichte Prellung und Schürfwunde am rechten Arm zugezogen hat (aber ist schon alles wieder am Abheilen), und Jonas leider eine fiese Erkältung als Souvenir aus Logan mitbekommen hat – und Matthias als guter Kumpel (und etwas angemüdet 😉 ) bei den beiden geblieben ist.

Hier also ein paar fotografische Eindrücke von Frau Knops Truppe:

DSC_0591

DSC_0586

DSC_0598

DSC_0590 DSC_0594 DSC_0595

 Nachdem wir den Bryce Canyon genug auf uns wirken lassen hatten, ging es noch einmal ab in den Van, auf den Weg zum Zion National Park. Wo man am Bryce Canyon oben die Autos abstellt und zu Fuss hineinlaufen muss, kann man am Zion Nationalpark mit dem Auto durch die Felsketten fahren. Und genau damit haben wir unseren Aufenthalt im Zion begonnen.

Unsere erste Station war „Checkerboard Mesa“, denn die Felsformationen dort haben schachbrettartige Risse (siehe Abbildungen unten).

IMG_5735

Nach diesem ersten Eindruck bekamen wir auch zu sehen, wie die Anfänge einer Felsbrücke entstehen, wenn durch Wassereinwirkung bedingt eine massivere Felspartie unterhöhlt wird, so dass sich im Laufe der Jahrhunderte dort langsam aber stetig eine Felsbrücke bildet:

 

DSC_0609

Man fährt also immer tiefer in die Schlucht hinein, und langsam erheben sich um einen herum sehr hohe Gipfel:

DSC_0608

Nachdem wir also diese erste „Durchfahrt“ gemacht hatten, ging es zu unserer Unterkunft, der „Driftwood Lodge“ in Springdale:

DSC_0616DSC_0617

Wie man sieht, bietet die Lodge einen einmaligen Blick auf das Felspanorama, wie auch im folgenden Bild (von einem unserer Balkone aus) zu sehen ist:

IMG_5781

Das Foto oben zeigt den Sonnenaufgang, den (zumindest Frau Knop und Frau Bromund) wir heute früh live miterleben konnten, die Bilder unten ein paar weitere Ansichten:

IMG_5742

IMG_5746

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IMG_5766

Weil sich alle fleißigen Leser nun – wenn sie an dieser Stelle angekommen sind – bereits durch „Tonnen“ von Bildern durchgescrollt haben, beenden wir diesen Bericht mit dem Sonnenuntergang des ersten Reisewochentages. Aber nicht enttäuscht sein – wir stellen ja schon ganz bald den nächsten online! 🙂

*